Geschichte

Griechenland – Hellas

Griechenland – das Land der Götter. Wer sehnt sich nicht nach einem Griechenlandurlaub, um sich in die traumhafte Welt der Götter entführen zu lassen? Bezaubernde Sagen haben ihren Ursprung in Griechenland. So interessant wie ihre Mythen ist auch das griechische Volk. Ihre sogenannte “Wiege des Abendlandes” entwickelte sich aus den diversen geschichtlichen Epochen, die alle einen Teil zum heutigen Charakter Griechenlands beigetragen haben.

Die Zeit der Stadtstaaten

Das antike Griechenland bestand aus vielen kleinen Gemeindestaaten, welche sich “Poleis” nannten. Im siebten Jahrhundert vor Christus begann die Geschichte der griechischen Stadtstaaten Athen, Theben, Sparta, Argos und Korinth. Trotz der damaligen Unruhen und Kriege gegen die Perser in der Alten Welt entstand die wohl einflussreichste Kultur der Welt. Durch die Machenschaften von Alexander dem Großen, der die Angliederung Griechenlands an sein makedonisches Reich vollbrachte, machte sich der kulturelle Einfluss der Griechen bis Indien, Ägypten und Persien bemerkbar. Der Hellenismus kennzeichnete die damalige Geschichtsepoche.

Hellenismus

Den Hellenen verdanken wir sehr viel. Sie führten beispielsweise erstmals im Jahre 776 vor Christus die ersten Olympischen Spiele durch. Viele Bausteine unserer heutigen Kultur stammen aus dem damaligen Denken der Griechen.
Athen war inzwischen schon Hauptstadt und ein Beispiel für das Ausleben der Volksherrschaft. Das Wort “Demokratie” stammt aus dem Hellenismus.

Die Verbreitung des Hellenismus

Die römische Weltmacht eroberte im 2. Jahrhundert vor Christus die zerstrittenen griechischen Reiche und brachte dadurch die Hellenisierung voran. So vereinten sich orientalische Merkmale mit den Elementen der hellenistischen Kultur. Im 5. Jahrhundert nach Christus brachte der Niedergang Roms einen leichten Abbruch der westlichen Kulturverschmelzung zustande. Jedoch konnte im Osten das Byzantinische Reich durch Konstantinopel die wichtigsten Elemente der hellenistischen Kultur erhalten und nach dem Fall Konstantinopels im Jahre 1453 setzten sich griechische Grundsätze durch, die dann schließlich die europäische Renaissance beeinflussten.

Der Nationalgedanke

Die Türken eroberten das griechische Land im 15. Jahrhundert. Das neue Nationaldenken der Griechen im Jahre 1821 führte zu einer Unabhängigkeitsbewegung, bei der sich Frankreich, Russland und Großbritannien 1827 auf Griechenlands Seite stellten. 1832 wurde der bayerische Prinz Otto von Wittelsbach zum König der Hellenen gekührt. Die Schwierigkeiten mit der Türkei blieben dennoch, da die Türken weiterhin Kreta, Makedonien, die ägäischen Inseln und die griechischen Siedlungen in Kleinasien beherrschten. In den Balkankriegen und aus Folgen des Ersten Weltkrieges konnten fast alle Gebiete wieder in griechische Obhut gelangen. Der griechisch-türkische Krieg von 1920-1922 endete aber mit der Niederlage Griechenlands. Dann folgte der Zweite Weltkrieg und Griechenland wurde von den Deutschen besetzt. Nachdem die Besatzungstruppen abzogen, kam ein Bürgerkrieg zustande, bei dem später die Regierungstruppen siegten. Griechenland gehört seitdem zur westlichen Welt.

Das Volk

99% der griechischen Bevölkerung sind echte Griechen. Trotz der von Zersplitterung geprägten Geschichte besitzen die Griechen ein großes nationales Bewusstsein. Die oft temperamentvollen und begeisterungsfähigen Menschen sind sehr gesellig und selbsbewusst. Sie sind stolz auf ihr Land und ihr Volk und genießen jeden Tag.

Kreta

Die stolzesten Griechen sind die Bewohner von Kreta. Die oft besetzte Insel war ausschlaggebend für den politischen Liberalismus in Griechenland. Römer, Araber, Venezianer und Osmanen eroberten sie. 1913 wurde Kreta an Griechenland angeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg brach auch hier der Bürgerkrieg aus, bei dem sich die Partisanen am Ende ergeben mussten.

Griechenlands Attraktionen

Griechische Musik

Zur griechischen Geschichte gehört auch der Sirtaki. Es ist ein Volkstanz begleitet von den Klängen der Kithara. Die Tänzer stellen sich alle nebeneinander in eine Reihe und legen die Arme über die Schultern des jeweiligen Nachbarn. Dann hebt man abwechseln das rechte und das linke Bein und springt einen Schritt weiter. Das griechische Volk ist sehr stolz auf diesen Tanz.

Athen

Die meisten Attraktionen Griechenlands findet man wohl in einer der ältesten Haupstädte der Welt – Athen.
Der Parthenontempel auf der Akropolis beeindruckt immer wieder. Auch das Dionysos-Theater, das einen in die Antike zurückversetzt, ist eine bedeutende Sehenswürdigkeit in Athen. Im Sommer kann man sich sogar im Odeion des Herodes Attikus eine Aufführung ansehen. Im Nordwesten der Akropolis befinden sich die Ruinen der Antiken Agora von Athen. Der Poseidon-Tempel und der Hafen von Athen sollten auch nicht außer Acht gelassen werden.

Götter

Die meisten Bauwerke Griechenlands wurden für einen religiösen Zweck erbaut – zu Ehren der Götter. Auf eine Geschichte der griechischen Mythologie trifft man hier wohl an vielen Stellen.

Ouzo

Ouzo entstand wahrscheinlich aus dem Tsipouro oder auch Raki, der schon im 15. Jahrhundert von den Griechen und auch Türken gebrannt wurde. Erst ab dem 19. Jahrhundert wurde Ouzo aus reinem Alkohol hergestellt. Hauptsächlich werden Anis- oder Fenchelsamen beigefügt. Die richtige Mischung kommt noch durch diverse Gewürze und Kräuter zustande. Ouzo darf nur in Griechenland und Zypern gebrannt werden. Die Griechen reichen das Getränk zu kleinen Käse- oder Fischhäppchen. Meistens wird der Ouzo mit Wasser gemischt.

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