Kultur
Griechenland – Kultur
Vielfältige und große Kultur wird vor allem in Griechenland geboten. Das wissen auch die Griechen zu schätzen und bleiben der griechischen Kultur treu. Zu den wichtigsten Eigenschaften der griechischen Kultur zählen Religion, Tradition, Sprache, Musik, Weine und Essen. Wer Griechenland einmal besuchen möchte, der sollte diese grundlegenden Kultureigenschaften kennen. Die meisten Feste und Traditionen, die heute noch gefeiert werden, sind religiös.
Die meisten Griechen sind sehr abergläubisch. Sie glauben fest an übersinnliche und übernatürliche Kräfte und natürlich an die Religion. Zu den griechischen nationalen Festen gehören der Namenstag, die Verlobung, Hochzeit, Taufe, Karneval und der Rosenmontag. Die Griechen benennen ihre Nachkommen nach griechischen Heiligen. Hat jemand den Namen eines kirchlichen Heiligen, so feiert er seinen Namen an diesem Tag. Freunde und Familie kommen zum Namenstag zu Besuch und bringen ein kleines Geschenk mit und wünschen „Alles Gute“. Den Gästen werden Süßigkeiten, Kuchen und andere Appetithäppchen vom Gastgeber angeboten. Nicht einmal der Geburtstag ist in Griechenland so wichtig wie der Namenstag.
Bevor man heiratet, ist es in Griechenland üblich, dass man sich vorher verlobt. Der Mann muss zu dem Vater Frau gehen und um dessen Hand erlauben. Stimmen alle diesem zu, werden die Verlobungsringe von einem Priester gesegnet. Die Verlobungsringe trägt man auf dem linken Ringfinger. Vor allem auf den Dörfern, Inseln und den Rest Griechenlands, ist dieser Brauch zu finden. Mit Hilfe von Freundinnen und anderen Frauen der Familie, wird die Braut am Hochzeitstag angekleidet.
Vor der Zeremonie darf der Bräutigam seine Braut aber nicht sehen, denn das bringt Unglück. Die Hochzeitsringe werden dem Pfarrer von der Trauzeugin und dem Trauzeugen übergeben. Die Kränze werden dreimal ineinander gekreuzt und auf den Köpfen des Brautpaares gelegt. Anschließend küssen alle Gäste das Brautpaar in der Kirche. Dann geht es zum Hochzeitsfest, wo ausgiebig gegessen, getrunken, getanzt und gefeiert wird. In die Flitterwochen fährt das Ehepaar nach dem Hochzeitsfest.
Im Leben der griechisch-orthodoxen ist die Taufe der wichtigste Tag. Diese erfolgt wenn das Baby ein Jahr alt ist. Bis zum Tag der Taufe heißt das Kind „Baby“. Das Baby wird in ein weißes Handtuch gewickelt. Darunter ist es aber unbekleidet. Zuerst wird das Wasser des Taufbeckens vom Pfarrer gesegnet.
Mit Hilfe der Paten wird in das Taufbecken Olivenöl hinzugefügt. In das gesegnete Wasser wird das Baby dreimal getaucht und dann spricht der Pfarrer den Namen aus, der für das Baby gewählt wurde. Die meisten Griechen nehmen dafür den Namen der Oma oder des Opas. Vom Pfarrer empfängt das Baby die heilige Kommunion mit Babykleidung und Myrte. Das Baby wird dann weiß angezogen und bekommt vom Pfarrer eine goldene Kette mit einem goldenen Kreuz umgelegt. Ist die Zeremonie beendet, so werden die Hände der Paten von den Eltern geküsst.
Der Karneval wird in Griechenland drei Wochen gefeiert. Er beginnt an einem Sonntag. An diesem Tag wird vor allem Fleisch gegessen. Der Karneval endet am sogenannten „Sauberer Montag“. Die Menschen verkleiden sich und gehen auf die Straße oder in Bars. Überall wird Konfetti verstreut und Parties gefeiert. In Patras findet die berühmteste Karnevalsparade statt. Die ganze Nacht und den ganzen Tag wird getrunken und getanzt. Der erste Tag der Fastenzeit ist der Rosenmontag. An diesem Tag gehen die Familien zum Picknick und lassen Drachen steigen.
Wichtiger als Weihnachten ist für die Griechen Ostern. Die Eier werden von den Frauen rot gefärbt. Für die Kinder werden von den Pateneltern neue Schuhe, eine Kerze und Kleidung gekauft. Der Karfreitag ist der Tag der Trauer. In einer Prozession von der Kirche, wird der Epitaphio durch Städte, Dörfer und Friedhöfe getragen. Auf allen Gräbern werden Kerzen angezündet und danach wird der Epitaphio wieder zurück zur Kirche gebracht. Sein Abbild wird dann von allen Gläubigen geküsst. Die Zeremonie in der Kirche, wird am Kar-Samstag besucht. Zu dieser Zeremonie zieht man sich schick an. Alle Lichter der Kirche werden um kurz vor Mitternacht vom Priester gelöscht. Damit drückt man die Stille des Grabes und die Dunkelheit aus.
97% der griechischen Bevölkerung besteht aus orthodoxen Christen. Die restlichen sind jüdisch, römisch-katholisch und muslimisch. So stark mit der orthodoxen Kirche sind nur Russland und Griechenland verbunden. Wer einen öffentlichen Beruf ausüben möchte, muss der orthodoxen Kirche angehören. Die griechisch-orthodoxe Kirchen hat auf die griechische Gesellschaft einen sehr großen Einfluss. In mehreren Bereichen des täglichen Lebens, wird die Religion mit einbezogen. Zum Beispiel ist der Religionsuntericht Pflicht. Bevor dieser beginnt, wird jeden Morgen zusammen gebetet.
Auch in den politischen Angelegenheiten ist die orthodoxe Kirche integriert.
Mit vielen religiösen Festlichkeiten, Sitten, Traditionen und einem großen Glauben, ist Griechenland ein christlich-orthodoxisch, religiöses Land. Den Besuchern wird in Griechenland alles geboten, was ein Land bieten kann. Die vielen Strände sind die Hauptattraktionen Griechenlands. Die Sandstrände sind weiß und lang. Das Wasser ist türkis und kristallklar. Man könnte denken sie entsprechen einem Bilderbuch, so schön sind die Strände. Den Urlaub auf Griechenland wird man so schnell nicht vergessen.