Wirtschaft
Die Wirtschaft Griechenlands
Die griechische Wirtschaft im Allgemeinen:
Geschichte der griechischen Wirtschaft:
Die Wirtschaft in Griechenland funktioniert nach dem Prinzip der marktorientierten Wirtschaft.
So war die Wirtschaft in der Vergangenheit sehr stark auf Agrarwirtschaft fixiert und begann erst durch ein Reformpaket und der anschließenden Aufnahme in die Europäische Gemeinschaft 1981 sich stetig in Richtung des westlichen modernen dienstleistungsorientierten Wirtschaftmodelles zu entwickeln.
Angeschoben, durch die Kriterien des Maastrichter Vertrages, befindet sich die Wirtschaft des Landes seit 1990 im Aufschwung.
Heute ist Griechenland das kaufkräftigste Land im südlichen Europa.
Agrarwirtschaft:
Zwar entfernte sich Griechenland seit dem Eintritt in die Europäische Gemeinschaft immer mehr von der Landwirtschaft, jedoch ist sie in Griechenland immer noch ein erwähnenswerter Faktor mit 6,3% der Wirtschaftsaktivitäten in Griechenland.
Vorrangig werden dort Oliven, Tabak und vor allem Wein angebaut, wobei besonders letzteres im Ausland sehr beliebt ist.
So stellen die Griechen jedes Jahr im Durchschnitt 3.500.000 – 4.000.000 hl Wein her wovon jedoch nur ungefähr 7% ins Ausland gehen.
Industrie:
Die griechische Industrie ist vor allem auf das weiterverarbeiten von Nahrungsmitteln, Textilien, Metall-, Kohle-, sowie Erdölprodukten. Seit jüngerer Zeit verarbeitet man in Griechenland vermehrt Technologie und Telekommunikationsprodukte.
Die Industrie stellt einen Anteil von 59% der exportierten Waren und ist mit 23,3% der zweit größte Teil der griechischen Wirtschaftsaktivitäten.
Dienstleistungen:
Wie in den meisten westlichen Ländern stellt der Dienstleistungssektor in Griechenland den größten Anteil an den griechischen Wirtschaftsaktivitäten mit einem Prozentsatz von 71,4%.
Die Hauptzweige der griechischen Dienstleistungen sind vor allem Tourismus, Schifffahrt und Handel.
äußerst wichtig ist für die Griechen dabei der Tourismus, denn er allein stellt schon 10% der Wirtschaftsleistungen Griechenlands.
Doch auch die griechische Schifffahrt ist ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft.
Sie stellte 18,6% der gesamten globalen Schifffahrt. Zudem werden einige der größten Eignerflotten der Welt von griechischen Redereien kontrolliert.
Daten der griechischen Wirtschaft:
Arbeitslosigkeit: 8,3%
BIP: + 4,1%
Exporte: + 4%
Inflationsrate: 2,8%
Staatsdefizit: 5,6%
Staatverschuldung: 97,8%
Die Staatsverschuldung ist damit die zweithöchste der Europäischen Union.
Staatsausgaben Griechenlands:
Die Staatsausgaben in Griechenland belaufen sich seither auf 4,1% für das Gesundheitswesen,
3,2% für Verteidigung und Außenpolitik, 3,8% für Bildung, 10,6% für allgemeine Verwaltung, 0,8% für die Sicherung der öffentlichen Sicherheit, 5,5% für wirtschaftliche Interventionen und 18,8% für soziale Sicherheit.
Um die Enorme Staatverschuldung zu senken ist das momentane Hauptziel der Griechischen Politik die Verringerung der Staatsausgaben, um damit das Haushaltsdefizit im Rahmen der Konvergenzkriterien der Europäischen Union zu halten.
Die hohen Staatsschulden sowie die niedrigen Steuereinahmen rühren vor allem daher, das in Griechenland unter anderem eine hohe Korruptionsrate herrscht.
Eine Statistik von 2010 zeigte beispielsweise, dass auf jeden Griechen im Jahr rund 3000 Euro an Bestechungsgeldern kommen.
Zudem werden in Griechenland sehr viele Steuern hinterzogen. Die Schattenwirtschaft machte laut Schätzungen bis zu 40% des Griechischen Bruttoinlandsproduktes aus.
Griechenland in der Wirtschafts- und Finanzkrise von 2009:
Die zu der Zeit der Krise regierende neue Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Andrea Papandreou musste am Ende des Monats November im Jahr 2009 die erschütternden Zahlen der Staatsausgaben, sowie der Staatsschulden bekannt geben. Zu erwarten waren 121% des BIP an Staatschulden wobei nach den Konvergenzkriterien der europäischen Union höchstens 60% erlaubt waren.
Der Tiefpunkt folgte nur wenig Später im Frühjahr 2010 als Aktionäre und Spekulanten an der griechischen Staatsverschuldung mit teilhaben wollten und daher gezielte Finanzanlagen tätigten.
Durch diese Finanzanlagen kam es zur dramatischen Destabilisierung des griechischen Finanzsystems.
Diese Krise wird derzeit durch wie bereits beschriebene drastische Sparmaßnahmen der Regierung, sowie durch vermehrte Hilfen durch die europäische Union bekämpft.
Häufig gestellte Fragen:
Welche Folgen hat der Schuldenberg für den Euro?
Griechenland Schuldenprobleme haben den Euro bereits unter Druck gesetzt.
Die europäische Währung verlor seit Offenlegung der griechischen Daten ungefähr an zehn Cent.
An internationalen Märkten wird befürchtet, dass nun auch andere Euroländer wie Spanien oder Portugal nun mit ihren Staatschulden in schwerere Probleme rücken könnten.
Was bedeutet das für einen Griechenlandurlaub?
Durch Sparmaßnahmen der Regierung werden öffentliche Dienste voraussichtlich teurer.
Doch die Hauptlast trifft die Griechen selbst, da sie nun höhere Steuern tragen müssen.
In der Regel profitiert der Urlauber nun von günstigeren Angeboten, sowie Waren.
Was sind die Spezialitäten der griechischen Wirtschaft?
Besonders Wein sowie südliche Früchte- und Gemüsesorten findet man vermehrt bei sehr guter Qualität zu kaufen.
Weinliebhaber sollten dabei besonders die nördliche Region des Peleponnes besuchen.
Rund um Patras sind die größten Weinanbaugebiete aufzufinden.
Ist Griechenland eine Tourismusfalle?
Nein, der Tourismus in Griechenland ging in den letzten Jahren mittelschwer zurück, was bedeutet, dass Griechenland nur eher ein ruhiger Ort geworden ist.Ein weiteres Plus ist außerdem das durch den Rückgang des Tourismus in Griechenland die Preise der griechischen Hotels, Restaurants etc. zurückgegangen sind.
Fazit: Griechenland bietet den perfekten Ort für Menschen die nach Entspannung und Kultur zur günstigen Preisen suchen.